Anpassungsschwierigkeiten – oder ein paar gesunde Tipps zum Abnehmen

Wenn wir uns überlegen, wie unsere Vorfahren gelebt und sich ernährt haben, geben sich einige Tipps zum Abnehmen von selbst:
Unser Körper ist eine wunderbare Erfindung. Wir sind in der Lage, uns an viele Umwelteinflüsse anzupassen. Daher ist der Mensch auch so erfolgreich und wir bevölkern unseren Planeten auch ziemlich dicht.

Insbesondere bei der Ernährung ist unser Körper eher wenig wählerisch. Der Eskimo isst fast ausschließlich Fleisch, eine Menge davon roh, so gut wie kein Gemüse und ist trotzdem gesund. Der Eingeborene Papua Neuguineas isst vornehmlich die Dinge, die sein Garten hergibt und ab und zu mal Fleisch oder Fisch. Auch diese Menschen haben mit der Ernährung wenig Probleme. Diese große Anpassungsfähigkeit garantierte unseren Vorfahren vor Jahrzehntausenden das Überleben. Sie sorgte dafür, dass nach Hungersnöten immer noch ein paar Menschen überlebten. Und sie sorgt jetzt dafür, dass viele unserer Mitmenschen Gewichtsprobleme haben.

Nebenbei war es für unsere Vorfahren kein Problem, auf der Suche nach einem guten Stück Mammut mal eben am Tag 30 Kilometer zu laufen. Traf er eines, dass dumm genug war, sich von ihm fangen zu lassen, aß er Tagelang so viel er essen konnte, bis das Mammut verdorben oder alle war. Fanden unsere Vorfahren Süßigkeiten (Beeren oder Ähnliches)signalisierte das Gehirn: „Iss bis nichts mehr da ist!“.

Und heute? Funktioniert es noch genau so gut wie früher. Treffen wir eine Tafel Schokolade, sind wir erst glücklich, wenn sie alle ist. Unsere Jagdausflüge begrenzen sich auf den Gang vom Auto zum Supermarkt. Im Vergleich zu den 30 Kilometern unserer Vorfahren, eine eher lächerlich geringe Anstrengung.

Führt man sich das vor Augen, liegen die Tipps zum Abnehmen klar auf der Hand. Nun passt es zu unserem modernen Lebensstil nicht, dass wir täglich eine mehrstündige Wanderung zum Supermarkt antreten. Auch alle paar Tage mal einfach für mehrere Tage nichts zu essen, gehört zu den wenig praktikablen Tipps zum Abnehmen.

Der Schlüssel zu einem gesunden Verhältnis von Körpergröße und Gewicht liegt allerdings in der Bewegung. Bewegen Sie sich so viel wie möglich. Morgens, statt dem Auto, doch lieber den Bus und einfach eine Haltestelle früher aussteigen. Statt den Aufzug, doch lieber zu Fuß in den dritten Stock. Selbst kleine Veränderungen bringen eine ganze Menge. Stellen Sie Ihre Kaffeekanne nicht auf den Schreibtisch, sondern bewusst an das andere Ende des Büros. So sind Sie gezwungen, öfter aufzustehen. Das bringt den Kreislauf in Schwung, ist gut für den Rücken und Sie bewegen sich mehr als sonst.

Auch das Praktizieren von Ausdauersportarten, wie schwimmen, walken, laufen oder Rad fahren, ist der Figur förderlich und sehr gesund.

Der Ratschlag, „gehen Sie nie hungrig einkaufen“, gehört zu den wichtigen Tipps zum Abnehmen. Kaufen Sie hungrig ein, kaufen Sie nicht nur viel mehr, Sie wählen auch eher die sehr energiereichen Nahrungsmittel aus. Bei unserer Lebensweise sollten Sie diese Lebensmittel meiden.

Unter normalen Umständen ist eine spezielle gewichtsreduzierende Diät nicht zu empfehlen. Wenn, dann sollten Sie eine solche Diät nur unter ärztlicher Aufsicht durchführen. Diäten im Allgemeinen, sind eine zweifelhafte Sache. Auch hier schlägt uns eine archaische Reaktion unseres Körpers ein Schnippchen. Für unseren Körper ist eine Diät in erster Linie eine Mangelsituation, der es entgegen zu wirken gilt. Wenn Sie Ihre Energiezufuhr drastisch einschränken, wir Ihr Körper seinerseits, versuchen seinen Energieverbrauch möglichst zu reduzieren. Sie haben zwar Hunger, aber Sie werden nur noch wenig abnehmen. Beenden Sie dann die Diät, wird Ihr Körper Alles daran setzen, für kommende, schlechte Zeiten, vorzusorgen. Er wird der Nahrung möglichst viel Energie entziehen und einlagern. Der gefürchtete Jojo – Effekt tritt ein.

Da der Mensch ein Allesfresser ist, ist der, meines Erachtens wichtigste, der Tipps zum Abnehmen, folgender: Ernähren Sie sich ausgewogen, mit Hirn, Sinn und Verstand! Das bedeutet auch, verbieten Sie sich Nichts! Ab und an mal Schokolade ist ok. Wenn Ihr archaisches Belohnungssystem nicht zulässt, nur ein Stückchen zu essen, dann essen Sie eben entsprechend seltener eine Tafel Schokolade. Passen Sie Ihre Ernährung an Ihre Bewegung an. Eine üppige Mahlzeit mit Speck, Weizenbier und Wurstsalat ist völlig problemlos machbar, wenn Sie vorher Ihre Kalorien auf einer Bergtour verbrannt haben.

Wenn Sie es schaffen, sich ausreichend zu bewegen, dann haben Sie keine Probleme mit Ihrem Gewicht. Im Gegenteil, schaffen Sie es, sich sehr viel zu bewegen, dann müssen Sie eventuell sogar mehr essen als jetzt, um Ihr Gewicht zu halten.

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